Gobelins und Collagen - Ausstellung von Zsuzsa Péreli

in der Galerie der Botschaft von Ungarn

19. Januar bis 12. März 2012


Zsuzsa Péreli gilt als eine der Erneuerinnen der ungarischen Gobelin-Kunst. Charakteristisch für ihr gesamtes Schaffen sind eine malerische Sicht und Materialanwendung; ihre Werke erinnern an Gemälde, die sie jedoch mit bunten Fäden anstelle des Pinsels erschafft. Parallel zu den langwierigen Arbeitsprozessen des Gobelin-Webens fertigt Péreli seit einigen Jahren auch Collagen, ein besonderes Bespiel für ihre Kunst der Collage, die Serie Déjavu, wird auch in Berlin gezeigt.

Péreli, 1947 in Budapest geboren, begann bereits mit 14, sich in verschiedenen künstlerischen Kursen und Schulen die Grundlagen des Zeichnens anzueignen. 1964 schloss sie eine mehrjährige Keramik-Ausbildung ab.
In den sechziger Jahren war sie dann regelmäßig Gast der bekannten ungarischen Künstlerkolonie in Tokaj, wo sie Ölgemälde, Pastelle und Grafiken schuf. Sie nahm jede Gelegenheit zu malen wahr.
Zwischen 1964 und 69 arbeitete sie als Restauratorin im Budapester Museum für Geschichte.

1968 lernte sie die Carpet-Künstlerin HédiTarján kennen, die ihr die Grundlagen des Webens zeigte und ihr bei der Vorbereitung auf die Aufnahmeprüfung an der Kunsthochschule half. Péreli war von der neuen Technik begeistert, fortan wurden ihre Werke auf dem Webstuhl geboren. Zwischen 1969 und 1974 studierte Zsuzsa Péreli an der Budapester Hochschule für Kunsthandwerk und Design.

Seit 1974 arbeitet sie in ihrem eigenen Atelier in ihrer Wohnung, jedes Werk, jeden Gobelin webt sie eigenhändig. Seit 1977 finden ihre Werke den Weg in Ausstellungen. Bislang kann sie auf über 70 Einzelausstellungen in Ungarn und im Ausland zurückblicken, ihre Werke wurden u. a. in Hamburg, Bonn, Stuttgart, Paris, Rom und Helsinki gezeigt. In Berlin stellte das ungarische Kulturinstitut vor zehn Jahren ihre Werke aus. Ihre Werke bereisten in mehreren Dutzend Gruppenausstelllungen die Welt und waren u. a. in New York, London, Le Havre, Wien, Tokio, Barcelona, Utrecht und Lodz zu bewundern.
Ihre Werke sind darüber hinaus in mehreren öffentlichen Sammlungen zu finden: im American Craft Museum sowie in der Cook Collection in New York ebenso wie im ungarischen Museum für Kunstgewerbe und im Budapester Verkehrsmuseum, außerdem in verschiedenen ungarischen städtischen Museen.

Zsuzsa Péreli wurde in ihrer Laufbahn mit zahlreichen Auszeichnungen und Preisen geehrt.
Seit 1994 ist sie Mitglied der Széchenyi Akademie für Literatur und Kunst. 1999 erhielt sie den angesehenen Preis ,,Für die ungarische Kunst“, 2008 wurde ihr der Titel ,,Herausragende Künstlerin“, eine der höchsten künstlerischen Auszeichnungen Ungarns, zuerkannt.


Kontakt:

eMail: tolcsvay@t-online.hu



János Bródy Konzert 26.11.2011. Collegium Hungaricum Berlin (.CHB)




Zsuzsa Koncz DVD Präsentation und Gespräch 09.12.2011 Ungarische Botschaft Berlin